Verlorene Kinder

Es gibt eine Stille, die nicht nach Frieden klingt. Eine Stille, in der keine Fragen mehr gestellt werden, keine Entdeckungen mehr gemacht, kein Staunen mehr geschieht. Eine Stille, die nicht von Ruhe erzählt, sondern vom Abbruch der Verbindung – zur Welt, zu anderen, zu sich selbst.Kinder, versunken in das Licht eines Bildschirms, apathisch, regungslos, als hätte das Leben sich aus ihnen zurückgezogen. Ihre Körper noch hier, aber ihre Seelen längst woanders. Fäden aus digitaler Strahlung halten sie, als Marionetten einer Welt, die keinen Platz für das echte Berühren, das echte Sehen, das echte Sein mehr lässt.Und wir? Wir stehen daneben. Wir sind die Erwachsenen, die Eltern, die Vorbilder. Wir sind es, die dieses Licht in ihre Hände gelegt haben. Wir sind es, die entscheiden, ob ihre Kindheit ein leises Verschwinden in Pixeln bleibt – oder ob wir ihnen den Raum zurückgeben, in dem sie sich wiederfinden können.